Amt für Wohnen und Migration
Abteilung Wohnungslosenhilfe und Prävention (Unterabteilung Operative, Fachbereich Pädagogik)
Die Unterabteilung Operative (S-III-WP/O) im Amt für Wohnen und Migration ist zuständig für die Unterbringung von akut wohnungslosen Haushalten in städtischen Notquartieren, Clearinghäusern, gewerblichen Pensionen und Einrichtungen der freien Träger der Wohnungslosenhilfe. Nach der Unterbringung sind die wohnungslosen Haushalte schnellstmöglich in dauerhaftes und selbständiges Wohnen zu vermitteln.
Die Unterabteilung Operative führt für wohnungslose Haushalte im Stadtgebiet der Landeshauptstadt München die vielfältigen sozialen Dienstleistungen der Bezirkssozialarbeit, des Amtes für Soziale Sicherung, des Stadtjugendamtes, des Amtes für Wohnen und Migration sowie des Jobcenter München unter einem Dach zusammen.
Die Bezirkssozialarbeit-Wolo in der Unterabteilung Operative, Fachbereich Pädagogik hat neben den beschriebenen Aufgaben:
- Informieren über soziale Hilfen und Leistungsansprüche nach den Sozialgesetzen sowie Beraten in sozialen Problemlagen
- Einleiten und Vermitteln von Hilfen sowie federführendes Begleiten und Überwachen der Leistungserbringung als Vertreter/in des öffentlichen Trägers
- Verantwortliches Bearbeiten von Gefährdungsfällen (körperliche und seelische Misshandlung, sexueller Missbrauch, Unterversorgung, Verwahrlosung) bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, einschließlich der Abklärung von Gefährdungsmeldungen sowie Gefährdungseinschätzungen, Entwickeln eines Schutzkonzeptes, Einleiten entsprechender Schutzmaßnahmen und Einschalten des Familien- bzw. Vormundschaftsgerichts
- Mitwirken im Verfahren zur elterlichen Sorge, zum Umgang und im Rahmen des Gewaltschutzgesetzes beim Familiengericht, einschließlich Erstellen von gutachterlichen Stellungnahmen für das Familiengericht
- Schriftliches Dokumentieren im Rahmen der Aktenführung sowie statistische Erfassung
- Kooperieren mit anderen Institutionen, sozialen Diensten und Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe
- Wahrnehmen von Außensprechstunden in nicht barrierefreien städtischen Notquartieren und gewerblich geführten Pensionen
- Begleiten und nachgehendes Kontrollieren des beruflichen (Wieder-) Eingliederungsprozesses bei Bezieher*innen von Bürgergeld mit besonderen beruflichen und sozialen Vermittlungshemmnissen gemeinsam mit den Fachkräften des Jobcenters München (ZWI)
den Fokus auf die schnellstmögliche Vermittlung der wohnungslosen Haushalte in dauerhaftes und selbständiges Wohnen. Das zentrale Arbeitsinstrument hierzu ist die partizipative Entwicklung der individuellen Wohnperspektive im Rahmen des Maßnahmenplans Wohnen.
Kernelemente der Arbeitsweise der Abteilung Wohnungslosenhilfe und Prävention:
- Die zentrale Zuständigkeit für wohnungslose Haushalte im Stadtgebiet der Landeshauptstadt München.
- Die interdisziplinäre Organisation und Arbeitsweise ermöglicht eine ganzheitliche Sicht der Lebenssituation der wohnungslosen Haushalte und ein entsprechend abgestimmtes Hilfeangebot.
- Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachbereiche Pädagogik, Wohnen und Unterbringung, Wirtschaftliche Hilfen und Jobcenter München arbeiten fallbezogen interdisziplinär als Team zusammen. Dabei werden die notwendigen Hilfen und Leistungen im Rahmen der Prozessverantwortung koordiniert.
- Gemeinsam mit den betroffenen wohnungslosen Haushalten werden Ziele für die Hilfegewährung erarbeitet und in einem Maßnahmenplan Wohnen dokumentiert. Die Wirksamkeit der angebotenen Hilfe und die Zielerreichung wird in zeitlichen Abständen überprüft.
- Sozialpädagogische Fachdienste:
- Sozialpädagogischer Fachdienst Wohnen: Der Aufgabenbereich liegt in der Unterstützung von akut wohnungslosen Haushalten im städtischen Notunterbringungssystem bei der Vermittlung in dauerhaftes Wohnen.
- Mobiler Unterstützungsdienst: Im städtischen Notunterbringungssystem leben Personen mit besonderen Schwierigkeiten (unter anderem Defizite bei der Selbstversorgung, psychische Beeinträchtigungen, schwere Suchterkrankungen,
- schwere körperliche Erkrankungen). Dieser Personenkreis ist durch einen intensiven Einsatz des mobilen Unterstützungsdienstes aus dem Notunterbringungssystem in dauerhafte Wohnformen zu vermitteln.
- Kinder-und Jugendarbeit:
Im Rahmen der Förderung sind Erzieherinnen und Erzieher in speziell ausgestatteten Häusern, in denen Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern vorübergehend untergebracht sind, tätig. Die Aufgabenschwerpunkte der Erzieherinnen und Erzieher bestehen in Hausaufgabenbetreuung und Sprachförderung, der Elternarbeit und Freizeitpädagogik. Nach Absprache unterstützen die Erzieherinnen und Erzieher die Bezirkssozialarbeit bei ihren Aufgaben nach dem SGB VIII.